Ursachen des Nierenversagens

Damit es nicht zu einer Nierenerkrankung kommt, ist es wichtig, die Ursachen dafür zu kennen. An erster Stelle stehen hier die beiden Volkskrankheiten Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) und Blutzuckerkrankheit (Diabetes mellitus). Die Schädigung der Nieren durch diese beiden Krankheiten ist sehr häufig. Das Tückische am Bluthochdruck ist, dass er über viele Jahre keine Beschwerden verursacht und lange Zeit unentdeckt bleiben kann. Ein dauerhaft zu hoher Blutdruck führt zu Arterienverkalkung (Arteriosklerose) und schädigt lebenswichtige Organe wie Herz, Gehirn, Nieren sowie die Augen.

Wie die Hypertonie macht auch die Stoffwechselkrankheit Diabetes mellitus lange Zeit kaum Beschwerden. Weil jahrelang anhaltend zu hoher Blutzucker Gefäße und Nerven schädigt, zeigen sich Folgen an Organen wie Augen, Herz und Niere; bei etwa einem Drittel aller Diabetiker treten ernste Nierenschäden bis hin zur Dialysepflicht auf.

Bluthochdruck: Volkskrankheit Nr. 1

Nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga sind hierzulande über 35 Millionen Menschen von einem Bluthockdruck betroffen. Das Risiko für diese Erkrankung steigt mit zunehmendem Alter. Bei den über 60-Jährigen hat jeder zweite eine Hypertonie. Doch sogar Kinder und Jugendliche leiden darunter, vor allem, wenn Übergewicht und Bewegungsmangel vorliegen.

Diabetes auf dem Vormarsch

Auf sieben bis acht Prozent der erwachsenen Bevölkerung schätzt die Deutsche Diabetes Gesellschaft den Anteil der bekannten Diabetiker. Das sind über sechs Millionen Menschen. Weitere rund drei Millionen haben Diabetes, wissen es aber nicht. Die Krankheit beruht auf einem Mangel an Insulin, das die Bauchspeicheldrüse aufgrund einer Störung (Typ 1) nicht mehr produzieren kann, oder auf dem verminderten Ansprechen der Körperzellen auf Insulin (Typ 2) wie beispielsweise bei Übergewicht. Infolge kommt es zu einer Erhöhung des Blutzuckers (Hyperglykämie). Erhöhte Blutzuckerwerte (über 140 mg/dl) bei langjährigem Diabetes mellitus führen zu Folgeerkrankungen; dauerhaft zu
hohe Glukose-Konzentration im Blut schädigt vorwiegend die kleinen Gefäße in Augen, Nieren, Herz, und Gehirn.

Faktor Lebensumstände

Neben diesen Haupterkrankungen und weiteren, zum Teil erblich bedingten Erkrankungen gibt es eine Reihe von beeinflussbaren Faktoren, die die Nierenfunktion ebenfalls - direkt oder indirekt - beeinträchtigen. Hierzu zählen beispielsweise die beständige Einnahme von Schmerzmitteln, die zur Zerstörung des Nierengewebes führt, oder Faktoren, die einer Arterienverkalkung (Arteriosklerose) Vorschub leisten und den Blutdruck negativ beeinflusst.

Zu diesen zählen:

    1.    Bewegungsmangel
    2.    Übergewicht
    3.    Einnahme von Schmerzmitteln
    4.    Psychosoziale Faktoren; Stress
    5.    Nikotin
    6.    Salz- und fettreiche Ernährung
    7.    Alkohol
 

Weitere Informationen erhalten Sie in den KFH Patientenbroschüren.